Crashkurs Controlling: Deckungsbeitragsrechnung als Kalkulationsgrundlage

Wissen Sie, ob Sie das Richtige verkaufen, um Ihr Unternehmen profitabel zu halten? Ob ein Produkt oder eine Leistung rentabel ist, lässt sich ganz einfach über den Deckungsbeitrag prüfen.

In der einfachsten Form werden dabei die direkt zuordenbaren Kosten für die Herstellung z.B. Material, Herstellzeiten etc. vom Verkaufspreis abgezogen. Der verbleibende Betrag ist der Anteil, den das Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Davon werden beispielsweise Verwaltung, Vertrieb und Gemeinkosten wie Miete, Fahrzeuge oder Strom bezahlt. Nur, wenn Sie möglichst viele Leistungen mit einem möglichst hohen Deckungsbeitrag verkaufen, erwirtschaften Sie Gewinn.

Liegt der Deckungsbeitrag bei null, so gilt das als kurzfristige und absolute Untergrenze für den Preis. Hier ist eine Neukalkulation dringend anzuraten. Wird diese Grenze sogar unterschritten, so setzen Sie mehr Geld für die Herstellung ein, als Sie damit verdienen. In diesem Fall sollten Sie prüfen, ob eine Preisänderung machbar ist oder das Produkt sogar aus dem Sortiment genommen werden sollte. In einzelnen Fällen machen solche negativen Deckungsbeiträge dennoch Sinn, wenn sie als Cross-Selling mit einem rentablen Produkt kombiniert werden. Sie verkaufen z.B. das unrentable Leuchtmittel zur Lampe mit guter Marge.

Erweitert auf eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung schaffen Unternehmer sich Transparenz über ihr Produktportfolio. So können Sie langfristige Produktentwicklung betreiben und Ihren Erfolgsplan schmieden.

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