Mund- und Nasenschutz: Das muss man jetzt wissen

Schlichtes Weiß, kunterbunt, an der eigenen Nähmaschine gefertigt oder selbstgebastelt aus einem einfachen Stück Stoff oder einem Papiertaschentuch und Küchenrolle: Seit 20. April gilt in Sachsen eine Maskenpflicht. Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr müssen Mund und Nase mit einem Mund-​Nasen-Schutz bedeckt sein. Alternativ reicht auch ein Tuch oder Schal.

Der Freistaat ist damit das erste Bundesland, dass die Maske in Teilen des öffentlichen Raums zur Pflicht macht. Viele weitere Bundesländer haben seither nachgezogen, sodass die Maskenpflich nun bundesweite Gültigkeit hat.

„Dringend“ empfohlen werden die sogenannten Alltagsmasken inzwischen auch von einer Vielzahl von Experten. Das Robert-​Koch-Institut (RKI) zum Beispiel hält den Mund-​Nasenschutz mittlerweile für sinnvoll und zwar als „zusätzlichen Baustein“ im öffentlichen Raum, um die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen und Risikogruppen zu schützen. Diese Neubewertung – bislang gab es diese Empfehlung durch das RKI nicht – beruht auf der Tatsache, dass viele Übertragungen des Virus unbemerkt erfolgen, weil infizierte Menschen (noch) keine Krankheitssymptome aufweisen. Händehygiene, Nies-​Etikette und Abstandhalten sind laut RKI aber nach wie vor die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen. Die Weltgesundheitsorganisation hingegen ist beim Thema Mundschutz weiter skeptisch.

Denn vor einer Ansteckung schützen die einfachen Gesichtsmasken im Gegensatz zu medizinischen Profimasken nach Meinung von Fachleuten eher nicht. Allerdings bilden sie eine Barriere und halten in gewissem Umfang Tröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten auf. Damit verhindert man die Infektionsgefahr für andere, wenn man unterwegs ist oder einkaufen geht und von einer eigenen Ansteckung noch nichts weiß.

Schutzmasken sind derzeit aber nicht gerade einfach zu bekommen. Zahlreiche Unternehmen der Textilwirtschaft haben in den vergangenen Tagen reagiert und ihre Produktion umgestellt. Auch Änderungsschneidereien, kleine Kreativ-​Stoffläden und selbst Theater-​Schneidereien nähen inzwischen Schutzmasken was das Zeug hält.

Deutschlands derzeit wohl bekanntester Virologe Christian Drosten zeigt unter anderem auf seinem Twitter-​Account, wie man sich eine einfache Maske selbst basteln kann. Alles, was es dafür braucht, sind eine Küchenrolle und ein Papiertaschentuch, Locher, Schere, Gummibänder sowie ein bisschen Draht und Klebeband.

Hier gehts zur Anleitung: https://praxistipps.chip.de/schutzmaske-​selbst-basteln-ohne-naehen-das-empfiehlt-der-experte_119048