Das eigene Unternehmen zur Marke entwickeln

Erfolgreich Bewerber suchen und finden

Menschen, die miteinander arbeiten, addieren ihre Potenziale. Menschen, die füreinander arbeiten, multiplizieren ihre Potenziale.
Steffen Kirchner

Jack Welch sagte bereits vor 20 Jahren, dass die Zeit der kleinen Schritte vorbei ist. Heute können wir uns einen Schritt nach dem anderen erst recht nicht mehr erlauben. Das Gebot der Zeit lautet mehrere parallel laufende Projekte anzuschieben und gleichzeitig für deren Umsetzung und Implementierung zu sorgen. Das dürfte für die allermeisten Unternehmen Gültigkeit besitzen, ganz unabhängig von der jeweiligen Branche.

Branchenunabhängig ist es auch, angesichts der Vielfalt unserer Aufgaben, Tools und Kommunikationskanäle im Miteinander eine gemeinsame Linie zu finden, um als ein Team nach innen und außen zu agieren. Unter der Überschrift Unternehmenskultur bietet die Managementliteratur dutzende Bücher zu diesem Thema. Doch im Grunde genommen braucht es für ein gutes Gelingen gar nicht so viel.

Was vor allem zählt, ist Ihre eigene Überzeugung als Unternehmerin oder Unternehmer. In unserer zunehmend digitalen Welt braucht es in erster Linie das Format des lebendigen Veränderns – Veränderung ist nicht immer leicht, aber am Ende immer positiv und eine Chance. Verabschieden Sie sich deshalb vom traditionellen Bewahrer und werden Sie zum modernen, serviceorientierten Problemlöser, der seinen Kunden den Weg leichter und einfacher macht. Wenn Sie diesen Leitsatz in Ihrem Unternehmen leben und vorleben, haben Sie schon die halbe Miete.

Denn längst hat sich auch in unserer Gesellschaft ein Bewusstsein für Werte und den dazugehörigen Wertewandel etabliert. In der BWL spricht man vom sechsten Kondratieff-Zyklus: Auf das Zeitalter der Industriellen Revolution folgte die Ära der Informationstechnologie. Nun sprechen wir von der Bewusstseinsgesellschaft. Trends und Schwerpunkte liegen heute auf Fragen rund um Bewusstsein, ganzheitliche Gesundheit und Biotechnologie. Werte stehen ganz oben im Ranking unserer Zeit.

Knackpunkt dabei: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Mitarbeiter mitnehmen, damit Ihre Unternehmenskultur mehr zu bieten hat als schöne Worthülsen, die Ihre Webseite zieren, aber im täglichen Miteinander niemanden interessieren. Entwickeln Sie deshalb eine Unternehmenskultur am besten gemeinsam. Sprechen Sie im Team über die Werte, die Sie miteinander verbinden, und über gelebte Servicestandards in Ihrem Unternehmen – und streiten Sie ruhig im Detail auch darüber!

Fassen Sie dann anhand Ihres täglichen Handelns im Unternehmen eine Ruhe von Leitmotiven zusammen, die dem Team am wichtigsten sind, und erläutern Sie diese kurz und prägnant. Übersichtlich aufbereitet könnten Sie diesen auf einem Plakat in einem Gemeinschaftsraum Geltung verschaffen und sie damit für alle jederzeit sichtbar machen. Zusätzlich könnten diese Leitmotive auf Ihrer Webseite etwas über die DNA Ihres Unternehmens verraten oder in einem Flyer Ihre Kunden jenseits rein fachlicher Informationen abholen. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, diesen gemeinsamen „Herzschlag“ regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und ggf. fortzuschreiben.

Quelle: Ines Scholz: Go digital: Neues Denken in der Kanzleiführung. Mit 48 Workhacks den Datenschatz heben

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