Neues Jahr, neues Glück? Strategische Jahresplanung statt Zufall

Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten. 
Verfasser unbekannt 

Dieses Jahr hatte es mit der Corona-Pandemie in sich. So ziemlich jedes Unternehmen, egal ob klein oder groß, stand und steht durch die Einschränkungen und Auswirkungen vor bis dato nicht absehbaren Herausforderungen. Umso wichtiger ist es 2020 schon an 2021 zu denken und nach vorn zu blicken. Fangen Sie am besten jetzt damit an und überlegen, wie Sie sich mit Ihrem Team strategisch für das kommende Jahr aufstellen. 

Nehmen Sie sich am besten einmal im Jahr einen ganzen Tag Zeit, um als Unternehmensführung gemeinsam mit Ihrem Team zu verabreden, was Sie im neuen Jahr miteinander erreichen wollen. Andere Termine gibt es an diesem Tag nicht, alle Mitarbeiter sind dabei! Unter der Überschrift Jahreszielplanung werden die kommenden zwölf Monate systematisch und planvoll angegangen. Indem Sie sich gemeinsam Ziele stecken und diese fest vereinbaren, miteinander auf ein Vorgehen einigen, begreift sich jeder Mitarbeiter als Teil einer Mannschaft, in der es auf jeden Einzelnen ankommt. 

Wie und wo Sie als Unternehmen das nächste Jahr nachhaltig und strategisch gestalten – ob in Klausur in den eigenen vier Unternehmenswänden oder an einem externen Tagungsort – spielt eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist, dass sich bereits die Vorbereitung der Jahreszielplanung auf viele Schultern verteilt und auch der Tag selbst von allen gemeinsam getragen wird. Warum? Weil es erstaunliche Ergebnisse hervorbringt, wenn man sich als Chefin oder Chef zurücknimmt und genauso ein Teil des Teams ist wie jeder andere. Denn die Mitarbeiter sollen ein ehrliches Feedback geben, sich ohne Scheu äußern dürfen, wirklich miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam überlegen, wie welche Ziele erreicht werden können. 

Klassische Hierarchien funktionieren bei diesem Format daher nur bedingt. Das Auflösen solcher Grenzen ist aber auch nicht automatisch Voraussetzung für eine erfolgreiche Jahreszielplanung. Erfahrungsgemäß wirkt sich dieses Agieren auf Augenhöhe im Rahmen einer solchen Klausurtagung jedoch positiv aus und hebt das Potenzial der Mitarbeiter.

Im Mittelpunkt der Jahreszielplanung sollte zunächst der Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr stehen. Sehen Sie sich jeden Geschäftsbereich einzeln an: Passt das, was Sie tun, noch zum aktuellen Stand und zu dem, was Sie in der letzten Jahreszielplanung miteinander vereinbart haben? Was können Sie noch besser machen, welche Prozesse noch optimieren? Welche der verabredeten Meilensteine wurden erreicht, welche nicht und warum? Ist es gelungen, alle Mitarbeiter mitzunehmen? Sind Sie noch nah genug an Ihren Kunden dran, stimmt die Kommunikation mit ihnen? 

Anschließend werden neue Ziele anvisiert. Nutzen Sie beispielsweise ein Jahresmotto, um sich zwar ambitionierte, aber auch realisierbare Ziele zu stecken und sich nicht zu verzetteln. Stellen Sie dieses Leitthema bewusst in den Vordergrund, zerlegen Sie es in kleine Portionen, um es dann planvoll abarbeiten zu können.

Ganz gleich, wie individuell man ein solches Format ausgestaltet, folgende Punkte sind wesentlich: Die Jahreszielplanung sollte tatsächlich einer Klausurtagung gleichkommen. Keine anderen Termine, keine Ablenkung, stattdessen abschirmen und eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Idee ist es, bewusst einen Kontrapunkt zum üblichen Berufsalltag zu setzen.

Nehmen Sie sich im Vorfeld konzentriert Zeit, zusammen mit zwei, drei engen Mitarbeitern eine Arbeitsgruppe zu bilden. Sammeln Sie erste Ideen und stellen Sie eine spannende Agenda auf, die Ihre Mitarbeiter mitnimmt und möglichst nah dran ist an Ihrer beruflichen Praxis. Widmen Sie sich zunächst den brennendsten Fragen. Versuchen Sie, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Formulieren Sie konkrete Fragen- und Aufgabenstellungen. 

Klären Sie für sich, was Sie damit erreichen wollen, welche Erwartungen Sie haben, welche wichtige Rolle den Mitarbeitern zukommt – und erklären Sie all das Ihren Angestellten. Nutzen Sie die Jahreszielplanung, um Ihren Angestellten direkt und indirekt Ihre Wertschätzung zu zeigen. Denn die wichtigsten Berater eines Unternehmens sind die eigenen Mitarbeiter! 

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